Skrill-Studie: Fünf Thesen zur Zukunft des Geldes

London/Berlin, 22.12.2012. Bargeld verliert für die Deutschen an Bedeutung, sie bezahlen eher online und per Smartphone und werden sich in Zukunft häufiger überlegen, ob sie sich eine neue App oder eine neuen Markenhose zulegen. Das sind einige Thesen, die auf den Ergebnissen einer repräsentativen Studie* des Bezahldienstanbieters Skrill aufbauen. Neben der steigenden Konkurrenz zwischen virtuellen Gütern wie Onlinespielen und echten Produkten wird auch die Kluft beim alltäglichen Geldbedarf von Deutschen größer. Schon heute benötigen Baden-Württemberger knapp doppelt so viel Geld zum Überleben wie Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern (1127 Euro vs. 643 Euro).

Fünf Thesen von Skrill zur Zukunft des Geldes

1.       Digital statt Münzen – Bargeld verliert in Deutschland an Bedeutung
Fast jeder vierte Deutsche (23 Prozent) glaubt aktuell, dass es 2030 kein Bargeld mehr geben wird. Dabei gibt die Hälfte an, bis 2020 immer weniger Scheine und Münzen nutzen zu wollen. 46 Prozent nervt es bereits, wenn sie in einem Geschäft nur bar zahlen können. 50 Prozent wollen in Zukunft stärker Mobiltelefon, Kreditkarte, Digital Wallet und EC-Karte nutzen.

2.       Einer mehr, einer weniger – Kluft bei reellem Geldbedarf wird größer
Schon heute unterscheidet sich der gefühlte Geldbedarf stark. Nach der monatlichen Summe zum Überleben befragt, sind Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern (643 Euro), Bremen (667 Euro) und Thüringen (675 Euro) am genügsamsten. Am meisten benötigen Baden-Württemberger (1127 Euro), Niedersachsen (1076 Euro) und Rheinland-Pfälzer (966 Euro). Auch unterscheiden sich die benötigten Summen nach Altersklasse und Geschlecht. So können 71 Prozent der deutschen Frauen mit weniger als 1000 Euro auskommen, während es bei den Männern 67 Prozent sind. In Zukunft werden die individuellen Unterschiede voraussichtlich zunehmen. Videointerviews dazu unter bit.ly/ScMeFd

3.       Internet und Shopping – Digitales Zahlen im Internet, aber auch im stationären Handel nimmt zu
90 Prozent der Deutschen haben bereits online eingekauft. Der Trend geht eindeutig zum Online-Shopping, wobei viele sich Inspiration im Geschäft holen. So gaben 61 Prozent der Befragten an, ein Produkt im Laden angeschaut, es aber dann online bestellt zu haben. Fast jeder Fünfte (19 Prozent) gibt bereits mehr Geld online aus als im stationären Handel. Es ist einerseits zu erwarten, dass klassische Ladengeschäfte aufrüsten und Online-Shopping direkt vor Ort ermöglichen. So können sie ihre Kunden halten. Andererseits wird auch der Einkauf im Internet zunehmen.

4.       Handy statt Portemonnaie – Deutsche zahlen öfter mit dem Smartphone
Beinahe ein Drittel (31 Prozent) aller Deutschen hat bereits per Handy oder Smartphone bezahlt. Sie schätzen daran, dass es schnell (48 Prozent) und einfach (43 Prozent) funktioniert. Dennoch zweifeln die Befragten an der Technik. Nur sieben Prozent glauben, dass es sicher sei. Das ist möglicherweise der Grund, weshalb mehr als die Hälfte (58 Prozent) maximal zehn Euro per Handy ausgeben würde. Gerade die jüngeren Deutschen können sich das Smartphone als Geldbörse vorstellen. Von ihnen haben bereits 46 Prozent damit bezahlt. In Zukunft dürfte gerade bei kleineren Beträgen das Mobiltelefon stärker zum Einsatz kommen – falls die Deutschen ihre Sicherheitsbedenken aufgeben.

5.       App oder Hose – Virtuelle Güter konkurrieren stärker mit Offline-Produkten
Momentan sind die Deutschen bei Apps noch knauserig. So können sich lediglich fünf Prozent vorstellen, mehr als 10 Euro dafür auszugeben. Bei Kleinstbeträgen sieht das deutlich anders aus: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) würde bis zu 99 Cent bezahlen. Zu stark ist noch die geringe Wertigkeit von virtuellen Gütern verankert. Zukünftig dürfte sich das ändern, wenn eine App zum Statussymbol gehört wie die Hose einer Luxusmarke. Erste Anzeichen dafür liefert die Millionärs-App „iVIP Black“ für 899,99 Euro. Sie soll das Gefühl von Exklusivität vermitteln und eine VIP-Behandlung garantieren.

„Unsere Welt des Geldes verändert sich momentan stark“, so Siegfried Heimgaertner, Skrill-CEO. „Die fünf Thesen zur Zukunft des Geldes zeigen, wohin sich die Gesellschaft entwickelt. Scheine und Münzen verlieren an Relevanz, das digitale Leben und somit auch digitales Bezahlen nehmen stetig zu. Wir als Online-Bezahldienst registrieren diesen Trend natürlich. Daher setzen wir auf die innovative Weiterentwicklung unseres Angebotes, um unseren Kunden stets einfaches, schnelles und sicheres Bezahlen weltweit in den verschiedensten Währungen und bevorzugten Methoden zu ermöglichen.“

Die erhobenen Daten sind Teil der Studie* „The Future of Money“ des Online-Bezahldienstes Skrill. Sie erfasst, was Deutsche aktuell über Bargeld und andere Zahlarten denken und wie sie sich die Zukunft des Geldes vorstellen.*Für die repräsentative Erhebung wurden 1001 Personen in der Zeit vom 2. bis 7. März 2012 online befragt. Im Auftrag des Online-Bezahldienstes Skrill hat die Goldmedia Custom Research GmbH die Umfrage durchgeführt.

Grafiken aller Thesen zum freien Abdruck unter: bit.ly/10Ckpxe